05. Dezember 1757 in Leuthen

05. Dezember 1757 in Leuthen

Heute vor 264 Jahren

„Der Fuchs ist aus seinem Loch gekrochen; nun will ich seinen Übermut strafen.“ „Ich werde gegen alle Regeln der Kunst einen beinahe zweimal stärkeren, auf Anhöhen verschanzt stehenden Feind angreifen. Ich muss es tun, oder es ist alles verloren. Wir müssen den Feind schlagen oder uns von seinen Batterien alle begraben lassen.“ Die Ansprache Friedrichs des Großen vor der Schlacht bei Leuthen im Rahmen des Siebenjährigen Krieges zeigt die wegweisende Situation, in der sich die preußische Armee am heutigen Tag des Jahres 1757 befindet. Tatsächlich stehen sich 66 000 österreichische und nur 35 000 preußische Soldaten gegenüber. In der hügeligen Landschaft gelingt es dem preußischen König durch das verdeckte Verschieben von Truppenteilen und der sogenannten „Schiefen Schlachtordnung“, die Oberhand gegen das Heer seines Kontrahenten, Prinz Karl Alexander von Lothringen, Schwager der österreichischen Kaiserin Maria Theresia, zu gewinnen. Das österreichische Heer erleidet vor allem beim ungeordneten Rückzug noch einmal große Verluste. Der preußische König ist sich der Gefahr einer eigenen Niederlage vor der Schlacht sehr bewusst gewesen und richtete noch folgende Worte an seinen Begleitoffizier: „Bleibe ich [tot auf dem Schlachtfeld], so bedecke Er den Körper gleich mit seinem Mantel und läßt einen Wagen holen. Er legt den Körper in den Wagen und sagt keinem ein Wort. Die Schlacht geht weiter, und der Feind – der wird geschlagen!“

Quelle: https://www.preussen.de