06. August 1791 in Berlin

06. August 1791 in Berlin

Heute vor 230 Jahren

Im Sommer 1788 war der Vorgängerbau, bestehend aus einer Toranlage mit zwei barocken Pylonen, an denen die Torflügel befestigt waren, abgebrochen worden. Der preußische König Friedrich Wilhelm II. wollte eine eindrucksvollere, nach innen gerichtete, repräsentative klassizistische Toranlage. Beauftragt wurde der Architekt Carl Gotthard Langhans. Er sollte den perfekten Abschluss für die Prachtstraße „Unter den Linden“ entwerfen und wählte als Vorbild nichts Geringeres als das Eingangstor der Akropolis in Athen, die Propyläen.

Friedrich Wilhelm II. wollte sich, in der Nachfolge von Perikles, als Herrscher zeigen, der in der Lage ist, Preußen in ein goldenes Zeitalter zu führen. Mit 20,3 Metern Höhe und 62,5 Metern Breite erfüllte das monumentale Stadttor wahrlich seinen repräsentativen Zweck. Das künstlerische Highlight, Schadows Quadriga, sollte erst 1793 hinzukommen. Eingeweiht und von der Stadtwache bezogen wird das Brandenburger Tor jedoch am heutigen Tag im Jahr 1791 – und es dürfte den ersten Wachsoldaten wohl kaum bewusst gewesen sein, dass ihre neue Arbeitsstätte einmal das deutsche Nationalsymbol werden würde.

Quelle: https://www.preussen.de