07. Oktober 1858 in Preußen

07. Oktober 1858 in Preußen

Heute vor 163 Jahren

Bereits drei Mal war die Stellvertretung des Königs durch den Prinzen von Preußen verlängert worden. Am heutigen Tag unterzeichnet der König schließlich die Regentschaftsurkunde für seinen Bruder Prinz Wilhelm. Bereits am 14. Juli 1857 hatte König Friedrich Wilhelm IV. mehrere Schlaganfälle erlitten, die Wortfindungsstörungen und schnell auch körperliche Folgen zeigten. Nun würde sein Bruder die Regierungsgeschäfte endgültig für ihn übernehmen und eine „Neue Ära“ beginnen, wie es schnell hieß.

Viele Zeitgenossen vermuteten fälschlicherweise eine psychische Erkrankung des Monarchen, der König litt jedoch an Gehirnarteriosklerose. Friedrich Wilhelm IV., den David Friedrich Strauß schon früh als den „Romantiker auf dem Thron“ bezeichnet hatte, begibt sich nach seiner Abdankung auf eine Italienreise. Im November 1859 und November 1860 erleidet er weitere Schlaganfälle und stirbt am 2. Januar 1861 nach dreieinhalbjähriger Leidenszeit in Schloss Sanssouci. Friedrich Wilhelm IV. wird seinem Wunsch entsprechend in der Friedenskirche in Potsdam bestattet.

Quelle: https://www.preussen.de