08. Juli 1411 in Brandenburg

08. Juli 1411 in Brandenburg

Heute vor 610 Jahren

Friedrich VI., Burggraf zu Nürnberg, war 1409 in die Dienste König Sigismunds von Ungarn getreten, der Ambitionen hatte, Deutscher König zu werden. Als Friedrichs Schwager, König Ruprecht von der Pfalz, verstorben war, betraute Sigismund seinen Gefolgsmann mit der Führung der brandenburgischen Kurstimme beim Wahlakt. Friedrichs Handeln muss für den dann auch gewählten König von großem Wert gewesen sein – er überschreibt ihm 20 000 Gulden und ernennt ihn in Ofen zum obersten Hauptmann und Verweser der Mark Brandenburg. 

Es wird allerdings zunächst dauern, bis Friedrich VI. sein neues Herrschaftsgebiet vollständig unter Kontrolle hat – Brandenburgs Adel und Ritterschaft sind zunächst eine machtvolle Opposition, für die es „ein ganzes Jahr Nürnberger regnen“ könne, ohne dass sie ihren Widerstand aufgeben würden. Doch Friedrich gelingt durch geschicktes diplomatisches wie militärisches Handeln die Befriedung des Landes. 1415 überträgt ihm König Sigismund dann vollends das Kurfürstentum Brandenburg, verbunden mit dem Amt des Erzkämmerers des Heiligen Römischen Reiches. Friedrich I. regiert noch bis zu seinem Tod 1440.

Quelle: https://www.preussen.de