11. Februar 1816 in Berlin

11. Februar 1816 in Berlin

Heute vor 205 Jahren

Nirgendwo sonst in Europa gibt es so viele Litfaßsäulen wie in Berlin. Über 3000 sollen es sein und die Zahl steigt weiter. Sie sind auf dem neusten technischen Stand – je nach Tageszeit wechseln digitale Plakate zielgruppengenau. Sie werden durch großformatige digitale „City-Light-Boards“ vielerorts ergänzt. Die Außenwerbung erlebt in Deutschland einen wahren Boom. Dabei ist dieses Werbemedium schon sehr lange in Gebrauch und es ist auch folgerichtig, dass in Berlin eine besonders große Zahl existiert, wird doch der Erfinder der Litfaßsäule, der Druckereibesitzer und Verleger Ernst Theodor Amandus Litfaß, hier am heutigen Tag des Jahres 1816 geboren. Als erster in Berlin druckt er Riesenplakate von 6 x 9 Metern. König Wilhelm I. ernennt ihn 1863 sogar zum Königlichen Hof-Buchdrucker und zum Geheimen Commissionsrat.

Bereits 1855 stellt er in Berlin 150 sogenannte „Annonciersäulen“ auf, deren Flächen von Unternehmen auf Zeit gekauft und dann plakatiert werden können. Seine zylinderförmigen „Litfaßsäulen“ prägen schon bald das Stadtbild. Litfaß kann von seiner Erfindung auch profitieren – zeitweilig hat er das alleinige Plakatierungsrecht in Berlin inne. 

Aber dass seine Idee noch heute, im 21. Jahrhundert, eine solch fulminante Renaissance erlebt, ist doch eine ganz außergewöhnliche (preußische) Geschichte!

Quelle: https://www.preussen.de