12. Dezember 1912 in Berlin

12. Dezember 1912 in Berlin

Heute vor 109 Jahren

Reinhold Persius wurde 1835 in Potsdam geboren. Sein Vater Ludwig Persius, „Architekt des Königs“, starb, als Reinhold 10 Jahre alt war. Dennoch wollte er in die Fußstapfen seines Vaters treten und wurde, nach seinem Studium an der Berliner Bauakademie und der Königlich Preussischen Akademie der Künste, Architekt. Direkt nach seinem Abschluss als Bauführer betraute man Persius, nach dem Tod bisherigen Architekten Friedrich August Stüler, mit der Fertigstellung und Bauleitung für den Wiederaufbau der Burg Hohenzollern (Bauzeit: 1850-1867). Der gewissenhafte und umsichtige Persius hat diese Tätigkeit immer als etwas sehr Besonderes geschätzt und später oft davon im Freundeskreis erzählt. Seine Karriere ging danach weiter – er wurde Hofbaumeister in seiner Heimatstadt Potsdam und baute viele Potsdamer Villen und Bürgerhäuser. Als Direktor der Schloßbaukommission Berlin war er ab 1876 zuständig für die Schlösser Berlins und Potsdams und wurde viel von Kronprinz Friedrich Wilhelm in Anspruch genommen. 1886 erhielt er die Ernennung zum Ersten Konservator der Kunstdenkmäler und zum Regierungsrat mit dem Titel „Hofarchitekt seiner Majestät des Königs“. 1901 schied Persius aus dem aktiven Dienst aus. Am heutigen Tag des Jahres 1912 endet sein Leben. In den Nachrufen wird immer wieder auf seine umsichtige und besonders gewinnende Art hingewiesen. Reinhold Persius wird auf dem Bornstedter Friedhof in Potsdam beigesetzt.

Quelle: https://www.preussen.de