12. Januar 1867 in Preußen

12. Januar 1867 in Preußen

Heute vor 155 Jahren

Den deutsch-dänischen Krieg hatten Österreich und Preußen 1864 noch gemeinsam geführt. Der dänische König übertrug nach der unvermeidlichen Niederlage auf den „Düppeler Schanzen“ die Souveränitätsrechte über Schleswig und Holstein an die beiden deutschen Mächte, die sich jedoch nur schwer einigen konnten, wie mit den beiden doch eigentlich „Up ewig Ungedeelten“ Herzogtümern zu verfahren sei. Österreich erhielt Holstein und Preußen Schleswig unter seine Verwaltung. Nach dem deutsch-deutschen Krieg von 1866 musste Österreich auf seine Ansprüche in Holstein verzichten, der deutsche Bund wurde aufgelöst und Preußen bereitet die Gründung des norddeutschen Bundes vor. 

Schleswig und Holstein werden von Preußen am heutigen Tag annektiert, womit sich die Hoffnung vieler Schleswiger und Holsteiner auf eine eigene staatliche Existenz in einem übergeordneten deutschen Bundesstaat zerschlägt. Für Herzog Friedrich VIII. hatte man bereits eine repräsentative Vier-Türme-Anlage mit weit ausladenden Seitenflügeln bei Düsternbrook über der Kieler Förde als Residenz geplant gehabt. Doch ein unabhängiges Fürstentum, und damit einen weiteren norddeutschen Kleinstaat, möchte Preußen nicht schaffen. Bereits mit der Ernennung Carls von Scheel-Plessen zum Oberpräsidenten für beide Herzogtümer sind im Juni 1866 Fakten geschaffen worden und Schleswig-Holstein wird im Januar 1867 mit dem „Besitzergreifungspatent“ König Wilhelms vom heutigen Tag zur preußischen Provinz. Dafür heiratet aber die Tochter des gescheiterten Friedrich VIII., Auguste Viktoria, 1881 den Enkel König Wilhelms, den späteren Kaiser Wilhelm II. und wird 1888 zur deutschen Kaiserin.

Quelle: https://www.preussen.de/

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