15. Februar 1803 in Potsdam

15. Februar 1803 in Potsdam

Heute vor 218 Jahren

Ludwig Persius ist der Stadt Potsdam in besonderer Weise verbunden. Nicht nur, weil er hier am heutigen Tag des Jahres 1803 geboren und später viel zu früh verstorben ist, sondern weil er seine Heimatstadt in architektonischer Weise stark mitprägte.

Als ausführender Architekt ist er unter Karl Friedrich Schinkel tätig, assistiert ihm etwa beim Bau von Schloss Charlottenhof und den Römischen Bädern im Park von Sanssouci. Schon nach der erfolgreichen Feldmesserprüfung, die Persius mit nur 18 Jahren an der Berliner Bauakademie ablegt, beginnt die intensive Zusammenarbeit und Freundschaft der beiden. Ebenfalls beteiligt ist Persius am Bau des „Normannischen Turms“, der Orangerie, der Friedenskirche und auch der Großen Fontaine, vor den ansteigenden Terrassen von Schloss Sanssouci. Persius hat den Blick für die Harmonie von Landschaft, Pflanzen und Architektur, zeigte sich aber auch offen für die Bauanforderungen der beginnenden Industrialisierung in Preußen.

1841 ernennt ihn König Friedrich Wilhelm IV. zum Hofarchitekten, 1842 wird er königlicher Baurat und Mitglied der Oberbaudirektion. Auf dem Höhepunkt seiner Karriere angekommen, bricht Persius zu einer lang ersehnten Italienreise auf. Vermutlich bringt er von dort eine Typhusinfektion mit und stirbt nach kurzer Krankheit am 12. Juli 1845. Er findet seine letzte Ruhestätte auf dem Familienfriedhof der Familie seiner Frau Pauline, geborene Sello in Bornstedt. Die Potsdamer nehmen großen Anteil an seinem frühen Tod – er lässt seine Witwe und sechs Kinder zurück. Seine Familie kann zwar das vom Vater selbst gebaute Haus wirtschaftlich nicht halten, nach dem Umzug in das Gärtnergehilfenhaus an der Maulbeerallee, unterhalb der Orangerie, das König Friedrich Wilhelm IV. seiner Witwe mietfrei überlässt, können seine Kinder jedoch in nächster Nähe zu den Bauten ihres Vaters aufwachsen.

Quelle: https://www.preussen.de