17. August 1786 in Berlin

17. August 1786 in Berlin

Heute vor 235 Jahren

Nachts um 2 Uhr endet das Leben des berühmtesten preußischen Königs, Friedrichs des Großen. Er stirbt in seinem Lehnstuhl, in den Armen seines Kammerhusaren. Als letzte Worte des Königs ist folgender Satz überliefert: „La montagne est passée, nous irons mieux“ („Der Berg ist überschritten, es geht besser).“ In den letzten Wochen seines Lebens kämpfte er mit starker Atemnot und Gichtanfällen. Der letzte Wunsch des Königs, bereits in seinem Testament vom 11. Januar 1752 vermerkt, lautet: „Ich habe als Philosoph gelebt und will als solcher begraben werden, ohne Pomp, ohne Prunk und ohne die geringsten Zeremonien. Ich will weder geöffnet noch einbalsamiert werden. Sterbe ich in Berlin oder Potsdam, so will ich der eitlen Neugier nicht zur Schau gestellt und am dritten Tag um Mitternacht beigesetzt werden. Man bringe mich beim Schein einer Laterne und ohne dass mir jemand folgt nach Sanssouci und bestatte mich dort ganz schlicht auf der Terrasse rechterhand, wenn man hinaufsteigt, in einer Gruft, die ich mir habe errichten lassen.“

Sein Nachfolger, Friedrich Wilhelm II., lässt den Sarg Friedrichs des Großen jedoch nicht nach dessen Wunsch zwischen seinen geliebten Hunden in Sanssouci beisetzen, sondern in der Garnisonkirche in Potsdam, passenderweise gleich neben dem Sarg König Friedrich Wilhelms I.. Erst nachdem die Särge der beiden Könige am Ende des Zweiten Weltkrieges eine Odyssee durchgemacht und schließlich 1952 auf der Burg Hohenzollern angekommen waren, war an die Erfüllung des Willens des großen Königs in greifbarer Nähe. Louis Ferdinand, Prinz von Preußen konnte schließlich nach der Wiedervereinigung Deutschlands, 1991 die Beisetzung auf der Terrasse von Schloss Sanssouci vornehmen und so den letzten Wunsch seines Vorfahren erfüllen.

Quelle: https://www.preussen.de