17. Januar 1453 in Hohenzollern

17. Januar 1453 in Hohenzollern

Heute vor 569 Jahren 

Markgraf Albrecht „Achilles“, späterer Kurfürst von Brandenburg aus dem Hause Hohenzollern erreicht für den heutigen Tag die Aufhebung des Verbotes, die Burg Hohenzollern, die 1423 durch schwäbische Reichsstädte im Verbund mit Württemberg zerstört worden war, jemals wiederaufzubauen. Damals hatte König Sigismund bestimmt, dass „Sloz Czolre, noch der Berg zu ewigen tzeiten nymmerm gebawen, gemachet, gefestnet, noch von nyemand furgenommen oder ufgericht werden (…) sol (…) Sunder dasselb Slosz und Berg sollen zu dem heiligen Riche als eyn gebrochen Rauphaus gehören“. Frei übersetzt heißt das, die Burg Hohenzollern darf „auf ewig“ nicht mehr neu gebaut oder befestigt werden – Bauwerk und Berg sollen zum „Heiligen Römischen Reich“ als eine „zerstörte Raubritterburg“ gehören. Diese „Ewigkeitsklausel“ hielt jedoch genau 20 Jahre. 

Kaiser Friedrich III., ein Habsburger, gibt nach Fürsprache von Markgraf Albrecht Achilles die verbriefte Erlaubnis „daß Graf Jost Niclas zu Zollern den Berg Zollern, das Burgstall und den Stock darauf, wann und zu welcher Zeit er wolle (…) bauen mag, auch er und seine Erben, Grafen zu Zollern, denselben Berg und Schloß Zollern mit ihrem Zubehör inhaben und besitzen mögen unbehindert männiglich“. Graf Jos Niklas baut daraufhin mit der Unterstützung mächtiger Adelsfamilien der Region ab 1454 die zweite Burg Hohenzollern und es entsteht eine Machtdemonstration des Adels gegen die Macht der Reichsstädte. Durch den Wiederaufbau der Burg Hohenzollern, die im 19. Jahrhundert noch ein drittes Mal erneuert wird, existiert die Stammburg des Hauses Hohenzollern bis heute, weithin sichtbar und derzeit durch die besondere Winterlandschaft mit einem Reiz, der es nicht schwer macht, sich an den heutigen Tag von vor bald 600 Jahren zurückzuerinnern.

Quelle: https://www.preussen.de/

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