17. Juli 1945 in Potsdam

17. Juli 1945 in Potsdam

Heute vor 76 Jahren

Um 17 Uhr beginnt die Konferenz im Großen Saal des Hohenzollern-Schlosses Cecilienhof in Potsdam, eigentlich die Eingangshalle des Schlosses. Alle drei Delegationen betreten gleichzeitig den Raum durch unterschiedliche Türen und stellen sich zunächst der kurzzeitig zugelassenen Presse. Der letzte Schlossbau unter Kaiser Wilhelm II., 1913 bis 1917 im englischen Landhausstil errichtet, würde für 16 Tage in den Mittelpunkt der Welt rücken. Für die Konferenz der Alliierten war das Schloss mit seinen 176 Zimmern vor allem deshalb geeignet, weil es neben den entsprechenden Platz für die Delegationen bot. Und auch, weil es von der Bombardierung Potsdams, drei Monate vor Beginn der Konferenz, verschont geblieben war. Die Verhandlungen zwischen den USA, vertreten durch Harry S. Truman, der Sowjetunion mit Josef Stalin und Großbritannien mit Winston Churchill sollten bis zum 2. August dauern. Insgesamt 13 Sitzungen fanden im Rahmen der Konferenz statt, zusätzlich zu den vielen informellen Gesprächen der Delegationsmitglieder.

Die Konferenz hatte zum Ziel, Lösungen für die wichtigsten politischen, territorialen und wirtschaftlichen Probleme des Nachkriegseuropas auszuarbeiten sowie den Krieg in Asien zu beenden und selbstverständlich festzulegen, wie mit dem besiegten Nazi-Deutschland umgegangen werden sollte. Die Konferenz stand, das zeigen Verlauf und Uneinigkeit der Alliierten, bereits unter dem Schatten des beginnenden „Kalten Krieges“. Seit dem 23.6.2020 findet in Schloss Cecilienhof die Ausstellung „Potsdamer Konferenz 1945 – Neuordnung der Welt“ anlässlich des 75. Jahrestages der Konferenz statt und kann noch bis Jahresende besichtigt werden.

Quelle: https://www.preussen.de