18. Dezember 1870 in Preußen

18. Dezember 1870 in Preußen

Heute vor genau 150 Jahren

Der Richter und Hochschullehrer Eduard Simson aus Königsberg war bereits 1849 in seiner Funktion als Präsident der Frankfurter Paulskirche mit dem Wunsch vor den preußischen König getreten, die Deutsche Kaiserkrone anzunehmen. Die Deputation des Paulskirchen-Parlaments blieb jedoch erfolglos. Friedrich Wilhelm IV. von Preußen lehnte ab. Am heutigen Tag, 20 Jahre danach, steht Simson erneut an der Spitze einer Deputation von Abgeordneten, und zwar des Norddeutschen Bundes, und trägt dem Preußischen König erneut das Ansinnen vor, Deutschland unter einer Kaiserkrone zu vereinen. Inzwischen ist der Bruder Friedrich Wilhelms IV., Wilhelm I., seit 1861 Preußischer König. Im Schloss von Versailles übergibt Simson „im Namen der deutschen Nation“ eine Adresse des Norddeutschen Bundes, in der die Annahme der Kaiserwürde durch Wilhelm I. gewünscht wird. Trotz einiger Vorbehalte, die König Wilhelm I. noch hat, ist er bereit, die Kaiserwürde anzunehmen. Am 18. Januar 1871 erfolgt seine Proklamation zum Deutschen Kaiser, aufgrund des noch immer andauernden Krieges gegen Frankreich, ebenfalls in Versailles. Damit ist das Deutsche Reich gegründet.

Quelle: https://www.preussen.de/