19. August 1758 in Preußen

19. August 1758 in Preußen

Heute vor 263 Jahren

„Ich war erstaunt, daß meine Soldaten seit der Schlacht bei Breslau Angst vor Kanonen hatten. Ich setzte 100 Dukaten für jede Kanone aus, die ein Soldat eroberte. Das wirkte.“ (Friedrich der Große im Gespräch mit de Catt, bei Ziebingen). Als Friedrich der Große 1740 die perfekt organisierte Armee seines Vaters übernahm, räumte er ihr mit 85% der Staatsausgaben weiterhin den höchsten Status ein. Er erhöhte die Soldatenzahl zunächst auf 90 000, bis 1755 auf 136 000 und vor dem Siebenjährigen Krieg auf 156 000. Bei seinem Tod 1786 waren es sogar 193 000 Mann, obwohl der prozentuale Anteil der Staatsausgaben, den die Armee verschlang, nur noch 66% betrug. Auf jeden Soldaten kamen 29 Untertanen. Sechs Tage brauchte die Armee für eine Mobilisierung. Im Siebenjährigen Krieg wurde die preußische Armee in 1250 Kampfhandlungen verwickelt, für ein Jahr aktive Kriegsführung benötigte die Armee 18 Millionen Reichstaler. Zwei Pfund Brot und zwei Pfund Fleisch standen jedem Soldaten wöchentlich zu. Gegen die Angst vor Kanonen half das alles höchstwahrscheinlich nur bedingt.

Quelle: https://www.preussen.de