19. November 1413 in Tangermünde

19. November 1413 in Tangermünde

Heute vor 608 Jahren

Am heutigen Tag wird in Tangermünde Kurfürst Friedrich II. von Brandenburg, genannt „der Eiserne“ oder auch „Eisenzahn“ geboren. Bereits mit 8 Jahren wird er mit der Tochter des polnischen Königs verlobt und am Hof in Krakau erzogen. Seine zukünftige Gemahlin Hedwig, die polnische Thronfolgerin, verstirbt allerdings bereits 1431. Im Jahr 1437 übernimmt Friedrich die Statthalterschaft Brandenburgs und am 11. Februar 1440 überträgt ihm sein Vater die Regierung. Der stets etwas melancholische Friedrich II. interessiert sich nur bedingt für militärische Unternehmungen – sein Blick ist auf die innere Konsolidierung seines Landes gerichtet. 

Die mitunter auftretenden Fehden des märkischen Adels weiß er beizulegen und auch die bis dahin praktizierte Reiseherrschaft ohne feste Residenz neigt sich unter ihm dem Ende zu. Er hält sich meist in Tangermünde und in Berlin-Cölln auf. Die dortigen Bürger sind aber wegen des geplanten Schlossbaus nicht sehr wohlwollend, sodass der Kurfürst seinen Willen durch das Erscheinen von 600 Reitern vor dem Spandauer Tor etwas nachdrücklicher verdeutlichen muss. Dennoch wird im Folgenden der begonnene Bau behindert – Bürger der Doppelstadt stürmen sogar die kurfürstliche Kanzlei („Berliner Unwillen“). Doch der Kurfürst setzt sich durch, das Schloss in Cölln wird 1451 fertiggestellt. Seinen Namen „der Eiserne“ erhält er wegen seines entschlossenen Auftretens gegenüber den Landständen. Um den märkischen Adel zu mehr Religiosität und höfischen Sitten zu erziehen, stiftet Friedrich II. wenige Tage nach dem Tode seines Vaters den „Schwanenorden“, in den Männer wie Frauen aufgenommen werden.

Quelle: https://www.preussen.de