22. November 1943 in Berlin

22. November 1943 in Berlin

Heute vor 78 Jahren

Kaiser Wilhelm II. ließ die Kirche zu Ehren seines Großvaters Wilhelm I. erschaffen. Nach Plänen von Franz Schwechten wurde sie im neoromanischen Stil auf dem Breitscheidplatz in Berlin-Charlottenburg erbaut. Der Kirchturm der „Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche“ ist damals, im Jahr 1895, mit 113 Metern der höchste der Stadt. In der Nacht vom 22. auf den 23. November 1943 wird die Kirche bei einem Bombenangriff jedoch weitgehend zerstört. Der Dachstuhl bricht über dem Kirchenschiff ein, am Hauptturm knickte die Spitze ab.

Nach 1945 wird die 68 Meter hohe Turmruine als letzter bewahrungsfähiger Teil der Kirche als Mahnmal gegen den Krieg erhalten und durch ein vierteiliges Ensemble in den 1960er Jahren ergänzt. Das achteckige Kirchenschiff hat durch die mit blauen Glasfenstern in Wabenform gehaltene Gestaltung eine geheimnisvolle Wirkung und ist heute eine Pflichtstation jeder Berlinreise. „Lippenstift und Puderdose“, wie die Berliner das Wahrzeichen liebevoll nennen, sind ein Ort der Besinnung, geprägt von der bewegten Geschichte des Gebäudes und der Erinnerung an die Opfer des Terroranschlages 2016, aber auch ein Ort der Ruhe, der Einkehr und der Hoffnung.

Quelle: https://www.preussen.de