24. September 1789

24. September 1789

Heute vor 232 Jahren

Martin Heinrich Klaproth ist das dritte von vier Kindern eines Schneiders aus Wernigerode. Mit 16 Jahren wird er Apothekerlehrling und arbeitet in den folgenden Jahren in verschiedensten Apotheken Quedlinburgs, Hannovers, Danzigs und Berlins. 1771 tritt Klaproth in die Apotheke „Zum Weißen Schwan“ ein, deren Besitzer, Valentin Rose, eine anerkannte Koryphäe als Pharmazeut und Chemiker ist. Nur kurze Zeit später stirbt Valentin Rose und bestimmt den knapp 30jährigen Klaproth zum Vormund seiner Kinder sowie zum Verwalter seines Vermögens und seiner Apotheke. Durch Einheirat in eine angesehene Berliner Apothekerfamilie erweitert Klaproth seine Forschungsmöglichkeiten und betreibt ein chemisches Laboratorium in der „Bärenapotheke“, legt das Pharmazeutische Staatsexamen in Preußen ab und hält bald Vorlesungen und Vorträge über chemische Themen, die ihn weit über Berlin hinaus bekannt machen.

Seit 1788 ist er Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Berlin und beschäftigt sich von nun an ausschließlich mit chemischen Untersuchungen. Wenige Jahre vor seinem Tod wird er zum ersten ordentlichen Professor für Chemie an der neu gegründeten Universität zu Berlin ernannt. Martin Heinrich Klaproths bedeutendes Wirken liegt nicht nur in seinem beispielhaften, methodisch und analytisch exakten Arbeiten begründet. Aus seinen vielen erfolgreichen Forschungen stechen die Entdeckung der Elemente Zirkon und Cer heraus – sowie die Entdeckung von Uran, die er am heutigen Tag vor der Königlich Preußischen Akademie der Wissenschaften bekannt gibt.

Quelle: https://www.preussen.de