25. Dezember 1745 in Leipzig

25. Dezember 1745 in Leipzig

Heute vor 275 Jahren

„Nous avons tous travaillé pour le roi de Prusse“ (Wir haben alle für den preußischen König gearbeitet). Die Worte eines französischen Diplomaten am Ende des Österreichischen Erbfolgekrieges zeigen die Frustration angesichts eines achtjährigen aber beinah ergebnislosen Krieges von 1740-1748. Preußen ist zu diesem Zeitpunkt bereits aus dem Krieg heraus, hat den, je nach Sichtweise mutigen oder skrupellosen, schlesischen Raub im „Frieden von Dresden“ von Österreich bestätigt bekommen. König Friedrich II. von Preußen musste als Gegenleistung lediglich den inzwischen zum Kaiser gewählten Ehemann Maria Theresias, Franz I. anerkennen. Friedrich II. kam der Friedensschluss gelegen. In Ermangelung finanzieller Mittel für einen neuerlichen Feldzug und der drohenden Gefahr einer Vergeltung ist das verständlich. Immerhin hielt Preußen auch Dresden besetzt. Für Sachsen zog der Friedensschluss allerdings sehr schmerzhafte Folgen nach sich: Es musste eine Kriegsentschädigung von einer Million Taler an Preußen entrichten, seine Zollstreitigkeiten mit Preußen zu seinen Ungunsten einstellen und hinnehmen, dass die in Sachsen zwangsweise ausgehobenen Soldaten in der preußischen Armee blieben. Das von Johann Sebastian Bach in Leipzig geschaffene „Gloria in excelsis Deo“ ist möglicherweise für dieses Weihnachtsfest geschrieben worden und bei einem Dankgottesdienst in der Leipziger Paulinerkirche gespielt worden, um das Ende der Besetzung Leipzigs und den am heutigen Tag

Quelle: https://www.preussen.de/