25. Januar 1858 in London

25. Januar 1858 in London

Heute vor 164 Jahren

Im ehrwürdigen St. James’s Palace in London, der ehemaligen Residenz der englischen Könige, heiraten in der dortigen Schlosskapelle die britische Princess Royal Victoria und der preußische Prinz Friedrich Wilhelm. Als Kaiserpaar werden beide im Jahr 1888 für die kurze Zeit von nur 99 Tagen Deutschland regieren. Vor der Hochzeit war es zu Meinungsverschiedenheiten zwischen den beiden Königshäusern gekommen. Friedrich Wilhelm, damals, nach seinem Vater Wilhelm, zweiter der preußischen Thronfolge, sollte nach dem Willen von König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen und vielen Hof- und Regierungsmitgliedern selbstverständlich in Berlin heiraten. Queen Victoria von England, als regierende Monarchin, setze sich jedoch mit dem Wunsch durch, ihre älteste Tochter in London zu verheiraten. Für das junge, glückliche Ehepaar stehen derlei Prestigefragen nicht im Mittelpunkt. An die Hochzeit erinnert sich Queen Victoria später wie folgt: „Fritz, der Bräutigam, der am heutigen Tage Generalmajor geworden war, sah blaß und sehr aufgeregt aus, aber er benahm sich mit der größten Selbstbeherrschung, sich vor uns verbeugend und dann sehr andächtig niederknieend. Dann kam der Zug der Braut und unsere herzige Blume sah sehr rührend und lieblich aus, mit einem so unschuldigen, vertrauensvollen und ernsten Ausdruck. Sie ging zwischen ihrem geliebten Vater und dem Onkel Leopold [von Belgien]. Als Hochzeitsgeschenk erhält Prinzessin Victoria von ihrer Mutter ein wertvolles Collier, eine Mitgift von 40 000 englischen Pfund sowie eine jährliche Apanage von 8000 Pfund. Der preußische König gewährt seinem Neffen ein jährliches Einkommen von 9000 Talern. Bereits ein Jahr und zwei Tage nach der Hochzeit kommt der künftige Thronfolger zur Welt, der spätere letzte Deutsche Kaiser und König von Preußen, Wilhelm II.

Quelle: https://www.preussen.de

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