25. November 1816 in Preußen

25. November 1816 in Preußen

Heute vor 205 Jahren

Das Gedenken an die Toten findet in unterschiedlicher Weise in den Religionen statt. Während im Judentum vor allem eine individuelle Trauer gehalten und viermal im Jahr das Gedenkgebet „Jiskor“ gesprochen wird (an Jom Kippur, Schmini Azeret, am letzten Tag von Pessach und dem zweiten Tag von Schawuot), wird im Islam der Toten an drei Tagen des islamischen Jahres gedacht – am Zuckerfest, am Opferfest und zwei Monate vor Ramadan besuchen die Familien die Gräber ihrer Verwandten. In der katholischen Kirche begeht man das Gedächtnis der Verstorbenen an „Allerseelen“, immer am 2. November, dem Tag nach dem Hochfest „Allerheiligen“. In der evangelischen Kirche findet der „Totensonntag“ als Trauer- und Gedenktag am letzten Sonntag vor dem 1. Advent statt. In der katholischen wie evangelischen Kirche besuchen die Gläubigen an den beiden Gedenktagen die Gräber der Verstorbenen oder gedenken ihnen in besonderer Weise. Das „allgemeine Kirchenfest zur Erinnerung an die Verstorbenen“ in der evangelischen Kirche geht auf eine Verordnung des preußischen Königs Friedrich Wilhelm III. zurück, die am heutigen Tag des Jahres 1816 getroffen wurde. Es ging dem König dabei um die vielen Toten der Befreiungskriege, um seine früh verstorbene Gemahlin, Königin Luise, und um ein allgemeines Totengedenken als festen Tag im evangelischen Kirchenjahr. Die anderen evangelischen Landeskirchen haben diesen Tag übernommen. In diesem Jahr wurde der Totensonntag oder auch „Ewigkeitssonntag“ am 22. November begangen.

Quelle: https://www.preussen.de