25. Oktober 1423 in Burg Hohenzollern

25. Oktober 1423 in Burg Hohenzollern

Heute vor 598 Jahren

Kaiser Sigismund aus dem Hause Luxemburg, erlässt am heutigen Tag das Verbot, die Burg Hohenzollern, die nach zehnmonatiger Belagerung im selben Jahr vollkommen „geschleift“, also zerstört, worden war, jemals wieder aufzubauen. Er legt fest, „dass das Schloss Zollern und der Berg zu ewigen Zeiten niemals mehr gebaut, ausgebessert oder aufgerichtet werden solle – sondern das Schloss und der Berg sollen als ein gebrochenes Raubhaus zum Heiligen Reiche gehören (…)“.

Es ist das Ende eines der dunkelsten Kapitel der hohenzollerischen Geschichte zu Beginn des 15. Jahrhunderts, dessen Auslöser Erbstreitigkeiten zwischen den Brüdern Eitelfriedrich I. und Friedrich XII. von Zollern, genannt „der Öttinger“ gewesen waren. Wegen zahlreicher Fehden und Raubzüge, vor allem zum Schaden der Reichsstädte, wurde über den zuletzt genannten Zollergrafen die Reichsacht verhängt, d.h. er war rechtlos und offiziell angeklagt. Das kümmerte ihn allerdings nicht sonderlich. Schließlich zog 1422 ein großes Heer, bestehend aus Soldaten 18 schwäbischer Reichsstädte, vor die Burg und begann damit, diese zu belagern. Nach der Zerstörung der Burg und dem kaiserlichen Verbot wird der kaiserliche Vermerk für „ewige Zeiten“ jedoch wenig dauerhaft sein. Unter Graf Jos Niclas von Zollern wird die Burg Hohenzollern ab 1454 wiedererbaut. Noch heute steht die Burg Hohenzollern, freilich bereits die dritte Burganlage, auf dem Zollerberg und prägt mit ihrem Erscheinungsbild eine ganze Region.

Quelle: https://www.preussen.de