28. Mai 1695 in Berlin

28. Mai 1695 in Berlin

Heute vor 326 Jahren

Das Deutsche Historische Museum (DHM) in der Straße Unter den Linden 2 ist eines der beeindruckendsten Museen Berlins und ermöglicht den Besucherinnen und Besuchern einen kompletten Überblick über die Deutsche Geschichte. Das Gebäude, in dem sich das Museum seit 2003 befindet, diente ursprünlich als Waffenarsenal der Berliner Garnison. In einer lateinischen Inschrift am Haupttor ist dies vermerkt: „Den Waffentaten zur Anerkennung, den Feinden zum Schrecken, seinen Völkern und Bundesgenossen zum Schutz, hat Friedrich I., der erhabene und unbesiegte König von Preußen dieses Zeughaus zur Bergung aller Kriegswerkzeuge sowie kriegerischer Beute und Trophäen von Grund auf erbauen lassen im Jahre 1706.“

Der Grundstein des Zeughauses wurde am heutigen Tag des Jahres 1695 durch Friedrich I., noch als Kurfürst Friedrich III. von Brandenburg gelegt. Bis 1706 dauerte die offizielle Fertigstellung des Gebäudes, das von den Architekten und Bildhauern Johann Arnold Nering, Martin Grünberg, Andreas Schlüter und Jean de Bodt gestaltet wurde. Den Innenhof schmückte Andreas Schlüter mit 22 Masken sterbender Krieger und machte so das Leiden des Krieges greifbar. Sie existieren bis heute. Schon 1667 hatte der Vater des Kurfürsten, der Große Kurfürst, den Plan zur Errichtung eines Zeughauses gefasst, doch es fehlten die finanziellen Mittel. Friedrich III. wollte Berlin als zu einer repräsentativen Residenzstadt prunnkvollen Gebäuden ausbauen und gab deshalb das Zeughaus in Auftrag. Der Innenausbau zog sich jedoch noch bis 1729 hin, um schließlich seiner Bestimmung zugeführt zu werden. Es diente vor allem der Aufnahme von schwerem Artilleriegerät, wie Kanonen und Geschützen, aber auch für die leichtere Bewaffnung von Infanterieeinheiten. Während der Revolution 1848 wurde das Gebäude gestürmt – hier sollten sich die Revolutionäre bewaffnen. Später diente es als Ruhmeshalle der preußischen-deutschen Armee für die siegreichen Kriege von 1864 bis 1871, brannte jedoch im Zweiten Weltkrieg vollständig aus. Von 1949-1967 wurde es äußerlich originalgetreu wieder aufgebaut, während im Inneren das Museum für Deutsche Geschichte eingerichtet wurde.

Heute befindet sich hier das Deutsche Historische Museum. Die Bestände des einstigen Zeughaussammlung gehören heute ebenfalls zu den Sammlungen des DHM. Das Zeughaus mit dem Deutschen Historischen Museum ist heute, so wünschte es sich jedenfalls die zuständige Sachverständigenkommission von 1987, ein Ort der Information über die Deutsche Geschichte, der historischen Erinnerung und kritischen Auseinandersetzung, aber auch ein Museum, das Identifikationsmöglichkeiten bietet und es den Besuchern

ermöglicht, zu reflektieren, wer sie als Deutsche und Europäer sind.

Quelle: https://www.preussen.de