29. August 1756 in Preußen

29. August 1756 in Preußen

Heute vor 265 Jahren

Die preußische Armee überschreitet am heutigen Tag des Jahres 1756 ohne vorherige Kriegserklärung die Grenze Sachsens. Skrupellosigkeit gehört in dieser Zeit auf allen Seiten zum politischen Geschäft. Der Siebenjährige Krieg beginnt mit diesem Grenzübertritt. Friedrich der Große hatte die Okkupation Schlesiens von 1740 in zwei Kriegen zu verteidigen gewusst. Der „3. Schlesische Krieg“ oder auch „Siebenjährige Krieg“ sollte das noch immer kleine Preußen aber an den Rand seiner Kräfte bringen und es grenzt an ein Wunder, dass es diesen Krieg überstand.

„Was Friedrich der Welt und Nachwelt in diesen Jahren darbot, war das Schauspiel einer äußersten Standhaftigkeit, Zähigkeit und Unerschütterlichkeit bei völligem Fehlen jeder Hoffnung“ (Sebastian Haffner). Nach dem Zustandekommen des französisch-russisch-österreichischen Bündnisses von 1756 führt Preußen nun zunächst einen Präventivkrieg gegen Sachsen, das besetzt und wie annektiertes Gebiet behandelt wird. Friedrichs Armee ist schneller bereit als die seiner Gegner und die erste Phase des Krieges sah Preußen noch im Angriff. Aber schon mit der verlustreichen Schlacht bei Kolin wendet sich das Blatt, Preußen muss die Belagerung Prags aufgeben und sich aus Böhmen zurückziehen und nun rücken die Gegner von allen Seiten vor.

Quelle: https://www.preussen.de