29. Januar 1814 in Berlin

29. Januar 1814 in Berlin

Heute vor 208 Jahren

Zuletzt hatten die Schwierigkeiten mit Kollegen und Studenten durch seine oft brüskierende Art zugenommen. Das darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass Johann Gottlieb Fichte einer der bedeutendsten deutschen Philosophen ist, als er am heutigen Tag des Jahres 1814 stirbt. Am Anfang seiner Karriere stand ein einfacher Trick seines Verlegers, der Fichtes Schrift „Versuch einer Kritik aller Offenbarung“ (1792) zunächst anonym erscheinen ließ. Viele der begeisterten Leser hielten den großen Aufklärer Immanuel Kant, mit dem Fichte auch in freundschaftlichem Kontakt stand, für den Autor – die Bekanntgabe des Verfassers machte Fichte umgehend einem größeren Publikum vertraut. Er ließ sich 1799 in Berlin nieder, arbeitete als Privatgelehrter an seiner „Wissenschaftslehre“ und hielt öffentliche Vorlesungen. 1811-12 wurde Johann Gottlieb Fichte Rektor der Berliner Universität an der er bereits zwei Jahre als Professor lehrte. Damals hatte er durch seine „Reden an die Nation“ bereits einen hohen Bekanntheitsgrad erreicht.

Als Verfechter des Nationalbewusstseins beteiligt er sich am Kampf gegen Napoleon in Preußen. Neben Schelling und Hegel gilt er als der große Denker des Idealismus und der deutschen Romantik. Fichtes Frau Johanna hatte sich Ende 1813 bei der Pflege von verwundeten Soldaten mit dem sogenannten „Lazarettfieber“ angesteckt. Auch Fichte erkrankte daraufhin und erholte sich, anders als seine Frau, nicht von der Infektionskrankheit und stirbt am 29. Januar 1814.

Quelle: https://www.preussen.de

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