29. September 1789 in Bonn

29. September 1789 in Bonn

Heute vor 232 Jahren

Am heutigen Tag wird in Bonn der bedeutendste deutsche Garten- und Landschaftsarchitekt des 19. Jahrhunderts, Peter Joseph Lenné, geboren. Er entstammt einer Dynastie von Hofgärtnern, studiert nach einer Gärtnerlehre unter anderem in Paris, München und Wien Gartenarchitektur und Botanik. Bereits in jungen Jahren geht er nach Wien und ist dort, auch während des Wiener Kongresses, Hofgärtner. Im Jahr 1816 wechselt Lenné an den Hof des preußischen Königs Friedrich Wilhelm III. – der Beginn einer steilen Karriere für ihn. Lennés gestalterische Ideen gingen den dortigen altgedienten Gartenarchitekten zunächst zu weit und es gab einige Schwierigkeiten bei der Umsetzung des vom Kronprinzen in Auftrag gegebenen Parks von Babelsberg.

Der König war hingegen nach der Umgestaltung des Neuen Gartens in Potsdam durch Lenné schnell völlig überzeugt von dessen Können, vor allem auch nach der Erneuerung der Gärten des Landgutes Glienicke, die Fürst von Hardenberg in Auftrag gegeben hatte. 1828 wird Lenné zum Königlichen Gartendirektor ernannt. Viele Gärten von Weltrang folgen – Sanssouci, die Pfaueninsel, aber auch Gartenkunstwerke in Koblenz, Magdeburg, Königsberg, Düsseldorf, Brühl oder Aachen. Der englische Gartenstil wird von Lenné in Perfektion ausgeführt. Er ist der Meister von effektvollen Sichtachsen, geschwungener Wegeführung und exotischen Pflanzungen – seine Kompositionen lassen Gartenanlagen, obwohl von Menschenhand geplant, in hohem Maße natürlich wirken. In Berlin-Potsdam gehören die von ihm gestalteten Gartenanlagen heute zum Weltkulturerbe. Peter Joseph Lenné stirbt 1866 in Potsdam.

Quelle: https://www.preussen.de